Slow Sunday: Über die intolerante Veganerin und Ökobloggerin in mir

 

Hinter mir liegt ein dreiwöchiger Urlaub in den USA. Wer mir auf Instagram folgt, hat vielleicht die ein oder andere Story gesehen (wenn nicht: Ich habe sie in meinen Highlights gespeichert). Dort seht ihr eine Mischung aus Strand-, Wander- und Stadturlaub. Wenn ich mir die Bilder nochmal anschaue, wird mir warm ums Herz: Weil sie mich an schöne Momente erinnern. Wie wir mitten in der Nacht mit dem Auto durch Manhattan fahren und ich Gänsehaut bekomme, weil diese Stadt immer noch eine gewisse Magie auf mich ausübt. Wie ich im Stone King’s Art Center in New York auf einer Wiese in die Luft springe und ein Schmetterling durchs Bild fliegt – totales Instagram-Klischee, aber für mich ein ehrlicher Moment, weil ich an dem Tag mehrmals voller Demut und Dankbarkeit vor der uns umgebenden Landschaft war. Wie ich im Lotussitz auf einer Sandbank mitten im Atlantischen Ozean sitze – obwohl im Wissen fotografiert zu werden, ein aufrichtiger Moment, weil Wasser mir innere Ruhe und eine tiefe Verbundenheit schenkt; nirgendwo bin ich so bei mir wie im Wasser. Es gab so viele Momente, in denen ich ganz bei mir war, unendlich dankbar dafür, mich echt zu fühlen. Und gleichzeitig habe ich mich in vielen Momenten so verletztlich wie noch nie gefühlt und bin oft an meine Grenzen gestoßen. „Slow Sunday: Über die intolerante Veganerin und Ökobloggerin in mir“ weiterlesen

Slow Sunday: Wir müssen endlich über Politik sprechen

Das ist kein politisches Blog. Und irgendwie doch. Über nachhaltige und faire Mode zu bloggen, ist immer auch politisch. Zumindest für mich. Ich kann nicht über endliche Ressourcen, Überproduktion und unmenschliche Arbeitsbedingungen sprechen und nicht nicht politisch sein. Politisch zu sein, bedeutet für mich nichts anderes, als für meine Werte einzustehen. Das kann sich dann auch im Kleinen ausdrücken: Stoffbeutel statt Plastiktüte. Oder es kann Teil der Lebensweise sein, wie keine tierischen Produkte zu essen und unsere Zeit so gut wie möglich konsumfrei zu gestalten. Und natürlich ist auch mein Selbstverständnis als Feministin politischer Ausdruck. Auch wenn diese Werte oder Lebensformen – Nachhaltigkeit, Veganismus, Minimalismus, Feminismus – erstmal privat stattfinden, so sind sie doch auch politisch. Das Private ist politisch, um es mit Simone de Beauvoirs Worten zu sagen. Wenn das Private also politisch ist, wie kommt es dann, dass wir so wenig über Politik sprechen? „Slow Sunday: Wir müssen endlich über Politik sprechen“ weiterlesen