Auf der Suche nach der verlorenen Ruhe oder Wanderlust mit Ethnotek und monomeer

Lasst es uns ein für alle Mal schriftlich festhalten: Dieser Sommer war…nun ja…interessant. Wettermäßig wollte er auf jeden Fall nicht so richtig in Schwung kommen. Als ich mich vor einem halben Jahr selbstständig machte, sah ich mich vor meinem inneren Auge schon glückseelig mit meinem Laptop am See liegend. Dann ist die Realität über mich hereingebrochen und ich verbachte den Sommer – zumindest arbeitstechnisch – doch weitestgehend hinterm Schreibtisch, wodurch sich mein Gemütszustand immer mehr dem Wetter angleichte: unbeständig. Kein Wunder, dass die Ideen irgendwann nicht mehr so richtig aufs Papier wollten. Und auch wenn die äußeren Umstände nicht immer ideal sind, so sollten wir öfter auf das hören, was uns unsere innere Stimme sagt. Meine wurde in den letzten Wochen immer lauter und brüllte irgendwann: Geh jetzt raus! Und so klappte ich schließlich den Laptop im August immer öfter zu und erkundete – bei Wind und Wetter – wunderschöne Ruheinseln in Berlin und Brandenburg. Und mit jedem Schritt zog dann auch langsam die innere Ruhe wieder bei mir ein. „Auf der Suche nach der verlorenen Ruhe oder Wanderlust mit Ethnotek und monomeer“ weiterlesen

Slow Sunday: Wir müssen endlich über Politik sprechen

Das ist kein politisches Blog. Und irgendwie doch. Über nachhaltige und faire Mode zu bloggen, ist immer auch politisch. Zumindest für mich. Ich kann nicht über endliche Ressourcen, Überproduktion und unmenschliche Arbeitsbedingungen sprechen und nicht nicht politisch sein. Politisch zu sein, bedeutet für mich nichts anderes, als für meine Werte einzustehen. Das kann sich dann auch im Kleinen ausdrücken: Stoffbeutel statt Plastiktüte. Oder es kann Teil der Lebensweise sein, wie keine tierischen Produkte zu essen und unsere Zeit so gut wie möglich konsumfrei zu gestalten. Und natürlich ist auch mein Selbstverständnis als Feministin politischer Ausdruck. Auch wenn diese Werte oder Lebensformen – Nachhaltigkeit, Veganismus, Minimalismus, Feminismus – erstmal privat stattfinden, so sind sie doch auch politisch. Das Private ist politisch, um es mit Simone de Beauvoirs Worten zu sagen. Wenn das Private also politisch ist, wie kommt es dann, dass wir so wenig über Politik sprechen? „Slow Sunday: Wir müssen endlich über Politik sprechen“ weiterlesen

Fashion Changers: Wie wir zusammen die Modewelt verändern

Die Fashion Week liegt nun schon wieder ein paar Wochen zurück. Und weil ich immer so Profibloggermäßig unterwegs bin, berichte ich erst jetzt darüber [Ironie aus]. Auch wenn die Schmetterlinge langsam weniger aufgeregt flattern, verspüre ich immer noch ein leichtes Kribbeln, wenn ich an unser Fashion Changers-Event Anfang Juli zurückdenke. Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, war diese Fashion Week etwas (anders) aufregender als sonst. In Kooperation mit dem Greenshowroom und der Ethical Fashion Show Berlin haben Jana von Not Another Woman Mag, Vreni von Jäckle und Hösle und ich das Fashion Changers x prePeek-Event veranstaltet. Was genau das ist, könnt ihr auch hier nachlesen. Aber um das, was uns bewegt, mal in einem Satz zusammenzufassen: Als Fashion Changers wollen wir die Fair Fashion-Community enger zusammenbringen. Wenn ich persönlich eines in den letzten Jahren gelernt habe, ist es, dass es alleine schwer bis unmöglich ist, in der Modebranche etwas zu bewegen. Klar, können wir alle munter vor uns herschreiben und auf Events gehen. Damit Fair Fashion aber schneller wächst und auch den Mainstream erreicht, müssen wir uns als Community zusammenschließen, gemeinsam die Moderegeln umschreiben und so eine Bewegung entstehen lassen, die sichtbar Veränderung hervorbringt. Denn die Fashion Changers sind nicht nur wir, sondern alle, die sich für das Thema eco-faire Mode stark machen. „Fashion Changers: Wie wir zusammen die Modewelt verändern“ weiterlesen

Fashion Changers: Yogawear von Deivee

Huch, ein Outfit-Post?!? Yup, anlässlich der Fashion Week habe ich mich nicht zwei Mal bitten lassen und mich auch mal vor die Kamera gestellt. Und zwar im Rahmen des Fashion Changers x prePeek-Events, das letzte Woche während der Fashion Week im Funkhaus Berlin stattfand. Organisiert habe ich das Event zusammen mit Jana von Not Another Woman Mag und Vreni von Jäckle und Hösle, in Kooperation mit dem Greenshowroom, der Ethical Fashion Show Berlin und mit Unterstützung der Kleiderei. Zwei Tage lang haben Jana, Vreni und ich aka Fashion Changers die faire Modeszene und alle, die sich dafür interessieren, zusammengetrommelt und gezeigt, wie großartig Veränderung aussehen kann – und sich anfühlt.
Das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Verbindung zu anderen, wenn man sich gemeinsam für eine Sache einsetzt, bestärken mich immer wieder in meinem Tun. Denn nur zusammen können wir den Status Quo der Modeindustrie verändern – #letschangethatfashiongame! Dazu haben neben all unseren fantastischen Gästen auch die vielen tollen Labels beigetragen, die am Event teilgenommen haben und deren Kollektionen direkt vor Ort anprobiert und fotografiert werden konnten (mehr zum Event folgt in Kürze). Darunter waren auch viele Brands, die durch ihre Arbeit, Frauen stärken. So auch das Yogalabel Deivee. „Fashion Changers: Yogawear von Deivee“ weiterlesen

Slow Sunday: Fair Fashion-Lesestoff

Für diese Slow Sunday-Ausgabe stelle ich euch ausgewählt Bücher vor, den ich für den E-Guide #wardroberevolution geschrieben habe. Einige der Bücher habe ich bereits auf pink & green vorgestellt, aber oft müssen wir ja bekanntlich mehrmals mit Dingen in Berührung kommen, bevor sie uns in Erinnerung bleiben. Und über gute Bücher kann ich nicht oft genug sprechen. „Slow Sunday: Fair Fashion-Lesestoff“ weiterlesen

Slow Sunday: This is no retail therapy

Einige von euch wundern sich vielleicht, wieso ich hier nicht regelmäßiger poste – immerhin habe ich ja jetzt keinen 9 to 5-Bürojob mehr, der mich vom Bloggen abhält. Nun gut, die Idee hinter diesem Blog war nie einen Artikel nach dem anderen rauszuhauen, sondern dann zu schreiben, wenn ich mich danach fühle und wenn ich etwas habe, worüber ich wirklich schreiben möchte. Das hat bisher mal mehr, mal weniger gut geklappt. All das spricht mehr als dagegen, eine neue Kategorie ins Leben zu rufen, die ich mal wieder nicht regelmäßig bespielen kann. Und trotzdem mache ich es, einfach weil das mein Blog ist und ich es kann. Wir müssen es ja nicht gleich Kategorie nennen. Verständigen wir uns darauf, dass ich dieses Blog, insofern die Inspiration kommt, zukünftig auch für Artikel nutzen möchte, die kein bestimmtes Produkt oder Modelabel in den Vordergrund stellen, sondern einfach nur für Dinge, die mich beschäftigen. Gedanken, die nicht unbedingt zu Ende gedacht sind. Fragen, auf die ich auch keine one-fits-all-Lösung habe. Wer ist dabei? „Slow Sunday: This is no retail therapy“ weiterlesen

Ethical Spring: Take It Easy + Gewinnspiel

Alles auf neu. Es ist Frühling. Und nicht nur im Kalender, sondern auch draußen. Alles blüht und je mehr Lagen Kleidung wir abstreifen, desto beschwingter laufen wir durch das Leben – so kommt es mir jedenfalls oft vor. Vielleicht ist es auch nur Projektion, weil ich seit fast zwei Monaten nun mit leichterem Herzen durch die Straßen laufe und es mir so scheint, als ob der Frühling auch anderen etwas von der Schwere nimmt, die die kalte Jahreszeit oft mit sich bringt. Meine Festanstellung habe ich nun offiziell verlassen und damit auch etwas Ballast abgeworfen. Die Selbstständigkeit wächst und gedeiht, um gleich beim Frühlingsbild zu bleiben. Es fühlt sich gut an. Als ich die Collage zusammengestellt habe, ist mir aufgefallen, dass die Komposition für meine Verhältnisse ziemlich hell geworden ist. Ohne zu viel hinein interpretieren zu wollen, scheint sich der Neuanfang irgendwie auch auf den Frühlingslook auszuwirken: Alles etwas leichter nehmen.  „Ethical Spring: Take It Easy + Gewinnspiel“ weiterlesen

Minimalismus-Guide „Einfach leben“: Interview mit Autorin Lina Jachmann

Einfacher leben ist für mich ein großes Thema. Mit der Umstellung von Fast Fashion auf Fair Fashion habe ich nicht nur meinen Besitz hinterfragt, sondern auch reduziert. Klarheit und Struktur im Kleiderschrank, haben bei mir auch das Verlangen nach weniger Materiellem in anderen Lebensbereichen verstärkt. Was ich mir davon erhoffe? Mehr Einfachheit. Also mehr Ordnung in der Wohnung und im Kopf. Und somit mehr Zeit für Dinge, die mir wirklich wichtig sind. Alles positive Nebeneffekte einer Bewegung, die inzwischen auf den Namen Minimalismus hört. Auch Lina Jachmann, Kreativdirektorin einer großen Berliner Werbeagentur, ist es wichtig, Platz für die wirklich wichtigen Dinge im Leben zu schaffen. Pünktlich zum Frühlingsanfang ist im Knesebeck Verlag Linas Buch „Einfach leben“ erschienen – ein Minimalimus-Guide mit Homestories, Interviews, DIYs und Tipps rund um die Themen Wohnen, Mode, Körper und Lifestyle. Eine volle Ladung Inspiration gepaart mit wunderschönen Fotos. Was Lina unter Minimalismus versteht, warum sie nichts vom Entrümpeln mit Müllsäcken hält und was es mit dem Salami-Prinzip auf sich hat, verrät sie im Interview bei Rhabarberschorle und Matcha Latte. Und eine kleine Verlosung gibt es auch für euch. „Minimalismus-Guide „Einfach leben“: Interview mit Autorin Lina Jachmann“ weiterlesen

Februar: pinke & grüne Lieblingslinks

Der Februar hält für mich neben besonderen wiederkehrenden Momenten wie Jahrestag, Geburtstag (32, Leute!) und Berlinale (ich LIEBE dieses Festival) dieses Jahr auch eine Premiere bereit: Zum Monatsende verlasse ich meine Festanstellung, die in den letzten 3 Jahren ein wichtiger Teil meines Lebens war, die mir viel Freude bereitet, mir aber auch meine Grenzen aufgezeigt hat. Ich wage also mit 32 nochmals den Sprung in die Selbstständigkeit, fange zwar nicht ganz von vorne an, aber irgendwie kommt es mir manchmal so vor. Neben den großen Dingen, sind es auch Kleinigkeiten, auf die ich mich freue: wie z.B. diese Kategorie, die ich das letzte Mal im Mai gepflegt habe, endlich wieder regelmäßig zu füllen. Denn in der Blogosphäre entfalten sich immer wieder spannende Diskussionen. Und ich freue mich, bald wieder aktiv daran teilzuhaben. Hier also meine Februar-Lieblingslinks. „Februar: pinke & grüne Lieblingslinks“ weiterlesen

Berlin Fashion Week Herbst/Winter 17/18: Greenshowroom und Ethical Fashion Show Berlin Part 1

Gut zwei Wochen ist es nun wieder her, dass ich über die grünen Modemessen gestreift bin, um zu schauen, was die faire Modewelt im Herbst/Winter 17/18 für uns bereithält. Über 2000 Bilder hat Melanie für Pink & Green geschossen. Während ich die Fotos sichtete, kam mir wieder einmal der Gedanke über die Sinnhaftig- und Sinnlosigkeit von Messeberichten abseits von Social Media. Abgesehen davon, dass es schwer ist, im Messelicht schöne Fotos zu machen, die den Stücken gerecht werden, schauen wir uns hier immerhin Kollektionen an, die es frühestens in einem halben Jahr in den Läden gibt und uns zwei Saisons voraus sind. Wer möchte im Winter schon wieder an den nächsten Winter denken (außer Einkäufer natürlich)? Welchen Mehrwert hat so ein Messe-Nachklapp also für euch Leser? Für mich persönlich ist die Fashion Week, und damit meine ich nicht die Modenschauen, sondern die Messen, ein absolutes Muss. Hier treffe ich zwei Mal im Jahr die Macher hinter den Marken, lasse mir die Kollektionen erklären und habe die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Die Modewoche ist für meine Arbeit unablässig. Diese offline-Begegnungen beflügeln mich jedes Mal und tragen mich quasi in die nächste Saison. Deshalb habe ich mich auch dieses Mal entschieden, euch auf meinen Messerundgang mitzunehmen. Und da es doch einige Highlights gab, gibt es dieses Mal noch eine extra Runde. Hier ist also Teil 1 meiner Favoriten vom Greenshowroom und der Ethical Fashion Show Berlin. „Berlin Fashion Week Herbst/Winter 17/18: Greenshowroom und Ethical Fashion Show Berlin Part 1“ weiterlesen