Fashion Post-it: Pink, it's the color of passion

Shocking pink by Elsa Schiaparelli

Es ist an der Zeit, reinen Tisch zu machen: Ich liebe Pink. Schocker. Wenn ich die Modepolizei nicht so fürchtete, trüge ich wahrscheinlich jeden Tag von Kopf bis Fuß Pink. So beschränke ich mich im Alltag auf pinke Highlights. Pinke Taschen, pinke Sandalen, pinker Nagellack, pinke Uhr, hin und wieder ein pinkes Top. Sparsam dosiert, um das Gegenüber nicht zu verschrecken. Denn an der Farbe Pink scheiden sich die Geister. Zu meiner Schulzeit musste ich es gar mit einem Pink-Hasser aufnehmen, dessen Aversion gegenüber der Farbe Pink auch vor mir als Trägerin nicht haltmachte. Pink polarisiert. Pink erinnert uns an Barbie und demzufolge an ein fragwürdiges Frauenbild. Mit einer pinken Tasche kann man ohne Weiteres eine Genderdebatte auslösen. So kämpft die Kampagne „Pinkstinks“ gegen die Pinktifizierung unserer Gesellschaft durch die Medien, die Mädchen und Jungen bestimmte Geschlechterrollen zuweisen. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt übrigens, dass Rosa als ‚das kleine Rot‘ lange Zeit als klassische Männerfarbe galt. Frauen hingegen trugen zurückhaltendes Blau. Dass Rosa und Pink heute weiblich konnotiert sind, ist also eine Entwicklung der Moderne und vermutlich anerzogen. In meinen Augen ist die Farbe Pink alles andere als mädchenhaft, denn sie braucht eine starke Frau (oder einen starken Mann). Da halte ich es ganz mit Elsa Schiaparelli, die in den 1930er Jahren ihren eingeführten Farbton ‚shocking pink‘ als lebensspendende Farbe interpretierte, die alles Licht der Welt und die Farben der Vögel und Fische vereint.

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