Fashion Week Berlin Frühling/Sommer 2016: Highlights Ethical Fashion Show Berlin

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Im Juli zeigten auf der Ethical Fashion Show Berlin nachhaltige Streetwear-Labels ihre Frühjahr-/Sommerkollektion 2016. Neben altbekannten Lieblingen wie format, bleed und People Tree, hielt ich besonders Ausschau nach Labels mit zeitlosen (und bezahlbaren) Basics. Im Fokus stand dieses Mal verstärkt vegane Mode. Nicht nur das Rahmenprogramm der Messe setzte auf das Thema, auch immer mehr Labels machen sich über eine vegane und umweltfreundliche Produktion Gedanken. Hier meine schönsten Entdeckungen für eine grüne Basic-Garderobe.

Spätestens seit der Herbst-/Winterkollektion 2015/16, die in den nächsten Wochen im Onlineshop erhältlich sein wird, bin ich Lanius-Fan. Zwar kannte ich das Kölner Modelabel auch schon vorher – immerhin gehört es zu den grünen Pionieren der deutschen Modeindustrie -, nur hat mich die Designsprache nicht immer überzeugt. Mit der Frühjahr-/Sommerkollektion 2016 ist der Funken nun endgültig übergeprungen. Insgesamt ist das Design zeitloser und jünger geworden. Abgesehen von Streifen und grafischen schwarz-weiß Prints, ist der neue Lanius-Look überwiegend clean gehalten und überzeugt durch seine relaxt-eleganten Schnitte. Mein Lieblingsstück: Der himmelblaue Jumpsuit aus Tencel.

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Neues von den Engeln: Ab sofort verzichtet das Kölner Label Armedangels bei Jeans auf Lederpatches und ist Mitglied in der Fair Wear Foundation (Infos dazu gibt es hier). Für alle, die in dieser Saison dem Streifenwahn verfallen sind, gibt es ebenfalls gute Nachrichten: Auch Armedangels setzt im Frühjahr/Sommer 2016 auf Streifenoptik. Ansonsten gibt es kurze Boyfriend-Latzhosen, toll geschnittene Blusen und Hemden und Prints in typischer Armedangels-Manier.

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Daily’s wurde in den 60er Jahren in San Francisco gegründet: Dort stellte Trevor Spindelton Stoffe auf besonders langsam laufenden Maschinen her, die es ihm ermöglichten, feine Garne zu verarbeiten. Es dauerte nicht lange und die weichen Shirts von Daily’s avancierten zu begehrten It-Pieces in der kalifornischen Hippie-Community. Heute ist das Label in Köln ansässig, verwendet GOTS-zertifizierte Baumwollgarne und produziert nach den Standards der Ethical Trading Initiative. Das Sortiment der Damenlinie Daily’s – Nothing’s Better sowie der Herrenlinie Trevor’s Choice spezialisiert sich auf Basics in vielen Farben und Waschungen. Bei jedem Kauf, etwa im hauseigenen Onlineshop, spendet Daily’s 1% seines Umsatzes an water.org, eine NGO, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Lösungen für den weltweiten Wassermangel zu finden.

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Weitere tolle Basics habe ich bei Jersey Company gefunden, einem portugiesischen Label mit eigener Manufaktur in der Nähe von Porto. Jersey Company benutzt Materialien wie Bio-Baumwolle, Tencel und Leinen. Die Produkte – von T-Shirts und Pullovern für sie und ihn bis hin zu Jumpsuits und Maxi-Kleidern – gibt es in verschiedenen Waschungen und Färbungen. Leider ist der Online-Shop derzeit noch geschlossen. Aber dieses Label sollte man sich merken, wenn man zukünftig auf der Suche nach nachhaltig und fair produzierten Basics ist.

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Am Ende eines langen Messetags höre ich eigentlich nur noch auf persönliche Empfehlungen. „Und was hat dir am besten gefallen? Irgendein Label mit unifarbenen Basics?“ Und so lief ich schnurstracks auf den Stand des deutschen Labels Lovjoi zu. Es war die erste Messe für das im August 2014 gegründete Label aus dem Schwabenland. Die Idee kam Verena, Besitzerin eines Bioladens, die privat auf der Suche nach Basics war, die bio, vegan und fair zugleich sind. Und wenn einem nichts so richtig gefällt, was man sieht? Genau, einfach selber machen! Zusammen mit der Modedesignerin Freddy und der Fotografin Elli entstand die perfekte Symbiose namens Lovjoi. Dabei setzt das Dreiergespann auf smartes Design: So können die Männerpullis auch als Kleid und die asymetrisch geschnittenen Oberteile als Kleid, Longtop oder hochgekrempelt als T-Shirt getragen werden. Alle Produkte sind zudem aus GOTS-Baumwolle und werden in Deutschland hergestellt. Die Preise bewegen sich zwischen 29 Euro und 149 Euro. Lovjoi fällt definitiv unter die Kategorie Label-to-watch!

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