Pink & Green Adventskalender: 10. Dezember

Als ich letztes Jahr meine Festanstellung aufgegeben habe, um mich selbstständig zu machen, standen viele Projektideen auf meiner Liste. Eine davon war, mich auch abseits des Blogs für Veränderungen in der Modeindustrie einzusetzen. Dass ich nun ein Jahr später hier sitze und ein T-Shirt verlose, an dem auch ich mitgewirkt habe, stand sicherlich nicht auf der Liste. Einfach, weil das mein Vorstellungsvermögen überstiegen hätte. Manchmal kommen die Dinge anders, als man denkt. Oder besser. Nachdem Jana von Not Another Woman Mag, Vreni von Jäckle und Hösle, Lisa von At/Least und ich im Januar ein kleines Bloggertreffen während der Fashion Week organisiert haben, war für mich klar, dass das in irgendeiner Form nach einer Fortsetzung verlangt. Wenig später waren die Fashion Changers geboren. Eine On- und Offline-Community, für alle, die die Moderegeln neu schreiben möchten und daran glauben, dass wir zusammen Dinge bewegen können. Nun, fast ein Jahr später, blicke ich auf ein grandioses Fashion Changers x prePEEK-Event mit 200 BloggerInnen zurück, das im Juli auf den Modemessen Ethical Fashion Show und Greenshowroom stattfand, auf ein wunderschönes Fashion Changers x Cómo Comer-Dinner im November, auf unsere Fashion Changers x Myrka Studios-Kooperation und auf einen Instagram-Kanal mit einer starken Community, die unsere Botschaft in die Welt hinausträgt: #letschangethatfashiongame
Ich bin extrem dankbar, zusammen mit Jana und Vreni Dinge zu schaffen, die wirklich einen Unterschied machen können. Und natürlich dafür, dass es so viele Fashion Changers da draußen gibt, die genau das wollen. Als Dankeschön an all die Game Changers unter euch, gibt es hinter dem 2. Adventstürchen 1 Fashion Changers-Shirt zu gewinnen. „Pink & Green Adventskalender: 10. Dezember“ weiterlesen

Pink & Green Adventskalender: 3. Dezember

Holy Shit! Es ist wieder Adventszeit. Zeit, uns daran zu erinnern, mal etwas langsamer zu machen. Den Kopf noch voller Projekte, Ideen und unerledigter Dinge, fällt es mir zugegebenermaßen nicht ganz leicht, die Adventszeit zu genießen. Deswegen werde ich den nächsten Wochen bewusst, kleine Adventsauszeiten einplanen – Plätzchen backen, Karten schreiben, nochmal Zeit mit den Menschen verbringen, die 2017 besonders gemacht haben. Und natürlich ein wenig zurückgeben an diejenigen, die meine unregelmäßigen Beiträge hier lesen und das Thema Nachhaltigkeit leben und vorantreiben. Deswegen möchte ich nun zum 4. Mal in Folge an den Adventssonntagen sorgsam ausgewählte Lieblingsprodukte aus den Bereichen Fair Fashion, Naturkosmetik und Achtsamkeit verschenken. Dieses Jahr habe ich dafür zusammen mit meiner nXm-Mitgründerin Melanie eigens Kurzclips produziert. Nach dem Klick aufs Video öffnet sich die Geschenkbox des 1. Türchens. Nähere Infos zum Gewinn samt Gewinnspielanleitung gibt es dann im Beitrag. „Pink & Green Adventskalender: 3. Dezember“ weiterlesen

Engagiert Euch: Interview mit Anne Neumann von FEMNET e.V.

Oft wird Bloggen als oberflächlich und realitätsfern belächelt. Und klar, auch in der eco-fairen Modebranche gibt es oberflächliches Getue. It’s Fashion, after all! Trotzdem werde ich nicht müde zu betonen, dass es bei nachhaltiger Mode um mehr als Ästhetik geht. Mode ist ein hochpolitisches Thema. Es geht um Umwelt und um Menschenrechte. Ich weigere mich, einen Blog zu führen, der sich diesen Themen komplett entzieht und das Licht nur auf das Schöne wirft. Das mag mehr Klicks und Reichweite geben, aber dafür bin ich nicht hier. Deswegen ist es mir ein Anliegen, auch in Zukunft mehr politische Themen hier zu besprechen. Als ich vor ein paar Wochen an einem Expertengespräch zu Modekonsum mit Studenten und Studentinnen der AMD Berlin teilgenommen habe, war es mir wichtig, darüber zu reden, was wir alles machen können, wenn wir unsere Lebenszeit nicht mit Shoppen verbringen, wie z.B. Geld und Zeit sparen und damit sein eigenes Business aufbauen. Und wie meine Gesprächspartnerin Christina Wille von loveco ganz richtig beifügte: Engagiert euch. Eigentlich ganz einfach, oder? Als ich meine Festanstellung verlassen habe, war eines meiner Vorhaben, mich ehrenamtlich zu engagieren. Einige unter uns könnten meinen, dass ich das doch mit meinem Blog schon mache (nicht ganz unrichtig), aber mit Engagement möchte ich meine Bloggerblase verlassen und innerhalb von Vereinsstrukturen gezielt unsere Gesellschaft formen. Viele von uns fühlen sich von der Masse an NGOs allerdings schier überfordert. Geht mir genauso: Wenn ich aus dem U-Bahnhof komme und von rechts eine Tierschutzorganisation und von links eine Menschenrechtsorganisation auf mich zukommt, dann bin ich erstmal überwältigt und möchte einfach nur weg. So, let’s take this slow.

In diesem Artikel möchte ich euch Anne Neumann von der gemeinnützigen Frauenrechtsorganisation FEMNET e.V. vorstellen. FEMNET setzt sich seit 10 Jahren für faire Arbeitsbedingungen in der globalen Textilkette ein und ist im Bildungssektor, in der Politik und vor Ort in Bangladesch und Indien aktiv. Mit Anne habe ich ausführlich über ihre Arbeit, Politik und unsere Rolle als Konsumenten gesprochen. Und weil man das nicht in 3000 Zeichen unterbringen kann, nehmt euch für das Interview am besten etwas mehr Zeit. „Engagiert Euch: Interview mit Anne Neumann von FEMNET e.V.“ weiterlesen

Auf der Suche nach der verlorenen Ruhe oder Wanderlust mit Ethnotek und monomeer

Lasst es uns ein für alle Mal schriftlich festhalten: Dieser Sommer war…nun ja…interessant. Wettermäßig wollte er auf jeden Fall nicht so richtig in Schwung kommen. Als ich mich vor einem halben Jahr selbstständig machte, sah ich mich vor meinem inneren Auge schon glückseelig mit meinem Laptop am See liegend. Dann ist die Realität über mich hereingebrochen und ich verbachte den Sommer – zumindest arbeitstechnisch – doch weitestgehend hinterm Schreibtisch, wodurch sich mein Gemütszustand immer mehr dem Wetter angleichte: unbeständig. Kein Wunder, dass die Ideen irgendwann nicht mehr so richtig aufs Papier wollten. Und auch wenn die äußeren Umstände nicht immer ideal sind, so sollten wir öfter auf das hören, was uns unsere innere Stimme sagt. Meine wurde in den letzten Wochen immer lauter und brüllte irgendwann: Geh jetzt raus! Und so klappte ich schließlich den Laptop im August immer öfter zu und erkundete – bei Wind und Wetter – wunderschöne Ruheinseln in Berlin und Brandenburg. Und mit jedem Schritt zog dann auch langsam die innere Ruhe wieder bei mir ein. „Auf der Suche nach der verlorenen Ruhe oder Wanderlust mit Ethnotek und monomeer“ weiterlesen

Slow Sunday: Wir müssen endlich über Politik sprechen

Das ist kein politisches Blog. Und irgendwie doch. Über nachhaltige und faire Mode zu bloggen, ist immer auch politisch. Zumindest für mich. Ich kann nicht über endliche Ressourcen, Überproduktion und unmenschliche Arbeitsbedingungen sprechen und nicht nicht politisch sein. Politisch zu sein, bedeutet für mich nichts anderes, als für meine Werte einzustehen. Das kann sich dann auch im Kleinen ausdrücken: Stoffbeutel statt Plastiktüte. Oder es kann Teil der Lebensweise sein, wie keine tierischen Produkte zu essen und unsere Zeit so gut wie möglich konsumfrei zu gestalten. Und natürlich ist auch mein Selbstverständnis als Feministin politischer Ausdruck. Auch wenn diese Werte oder Lebensformen – Nachhaltigkeit, Veganismus, Minimalismus, Feminismus – erstmal privat stattfinden, so sind sie doch auch politisch. Das Private ist politisch, um es mit Simone de Beauvoirs Worten zu sagen. Wenn das Private also politisch ist, wie kommt es dann, dass wir so wenig über Politik sprechen? „Slow Sunday: Wir müssen endlich über Politik sprechen“ weiterlesen

Ethical Summer: Wearing Black All Day, Every Day

Auch wenn meine Lieblingsfarbe Pink ist (wer hätte es gedacht), so ist 90% meines Kleiderschranks bzw. der Kleidung, die ich trage, Schwarz. Schwarz ist sozusagen meine Uniform. Das geht immer und ich muss nicht lange überlegen, wie ich es kombinieren kann (natürlich mit Schwarz – duh!). Was für andere langweilig und düster sein mag, ist für mich meine absolute Wohlfühlfarbe, die mich das ganze Jahr über einkleidet. Auch im Sommer. „Ethical Summer: Wearing Black All Day, Every Day“ weiterlesen

Fashion Changers: Wie wir zusammen die Modewelt verändern

Die Fashion Week liegt nun schon wieder ein paar Wochen zurück. Und weil ich immer so Profibloggermäßig unterwegs bin, berichte ich erst jetzt darüber [Ironie aus]. Auch wenn die Schmetterlinge langsam weniger aufgeregt flattern, verspüre ich immer noch ein leichtes Kribbeln, wenn ich an unser Fashion Changers-Event Anfang Juli zurückdenke. Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, war diese Fashion Week etwas (anders) aufregender als sonst. In Kooperation mit dem Greenshowroom und der Ethical Fashion Show Berlin haben Jana von Not Another Woman Mag, Vreni von Jäckle und Hösle und ich das Fashion Changers x prePeek-Event veranstaltet. Was genau das ist, könnt ihr auch hier nachlesen. Aber um das, was uns bewegt, mal in einem Satz zusammenzufassen: Als Fashion Changers wollen wir die Fair Fashion-Community enger zusammenbringen. Wenn ich persönlich eines in den letzten Jahren gelernt habe, ist es, dass es alleine schwer bis unmöglich ist, in der Modebranche etwas zu bewegen. Klar, können wir alle munter vor uns herschreiben und auf Events gehen. Damit Fair Fashion aber schneller wächst und auch den Mainstream erreicht, müssen wir uns als Community zusammenschließen, gemeinsam die Moderegeln umschreiben und so eine Bewegung entstehen lassen, die sichtbar Veränderung hervorbringt. Denn die Fashion Changers sind nicht nur wir, sondern alle, die sich für das Thema eco-faire Mode stark machen. „Fashion Changers: Wie wir zusammen die Modewelt verändern“ weiterlesen

Fashion Changers: Yogawear von Deivee

Huch, ein Outfit-Post?!? Yup, anlässlich der Fashion Week habe ich mich nicht zwei Mal bitten lassen und mich auch mal vor die Kamera gestellt. Und zwar im Rahmen des Fashion Changers x prePeek-Events, das letzte Woche während der Fashion Week im Funkhaus Berlin stattfand. Organisiert habe ich das Event zusammen mit Jana von Not Another Woman Mag und Vreni von Jäckle und Hösle, in Kooperation mit dem Greenshowroom, der Ethical Fashion Show Berlin und mit Unterstützung der Kleiderei. Zwei Tage lang haben Jana, Vreni und ich aka Fashion Changers die faire Modeszene und alle, die sich dafür interessieren, zusammengetrommelt und gezeigt, wie großartig Veränderung aussehen kann – und sich anfühlt.
Das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Verbindung zu anderen, wenn man sich gemeinsam für eine Sache einsetzt, bestärken mich immer wieder in meinem Tun. Denn nur zusammen können wir den Status Quo der Modeindustrie verändern – #letschangethatfashiongame! Dazu haben neben all unseren fantastischen Gästen auch die vielen tollen Labels beigetragen, die am Event teilgenommen haben und deren Kollektionen direkt vor Ort anprobiert und fotografiert werden konnten (mehr zum Event folgt in Kürze). Darunter waren auch viele Brands, die durch ihre Arbeit, Frauen stärken. So auch das Yogalabel Deivee. „Fashion Changers: Yogawear von Deivee“ weiterlesen

Slow Sunday: Fair Fashion-Lesestoff

Für diese Slow Sunday-Ausgabe stelle ich euch ausgewählt Bücher vor, den ich für den E-Guide #wardroberevolution geschrieben habe. Einige der Bücher habe ich bereits auf pink & green vorgestellt, aber oft müssen wir ja bekanntlich mehrmals mit Dingen in Berührung kommen, bevor sie uns in Erinnerung bleiben. Und über gute Bücher kann ich nicht oft genug sprechen. „Slow Sunday: Fair Fashion-Lesestoff“ weiterlesen

Slow Sunday: This is no retail therapy

Einige von euch wundern sich vielleicht, wieso ich hier nicht regelmäßiger poste – immerhin habe ich ja jetzt keinen 9 to 5-Bürojob mehr, der mich vom Bloggen abhält. Nun gut, die Idee hinter diesem Blog war nie einen Artikel nach dem anderen rauszuhauen, sondern dann zu schreiben, wenn ich mich danach fühle und wenn ich etwas habe, worüber ich wirklich schreiben möchte. Das hat bisher mal mehr, mal weniger gut geklappt. All das spricht mehr als dagegen, eine neue Kategorie ins Leben zu rufen, die ich mal wieder nicht regelmäßig bespielen kann. Und trotzdem mache ich es, einfach weil das mein Blog ist und ich es kann. Wir müssen es ja nicht gleich Kategorie nennen. Verständigen wir uns darauf, dass ich dieses Blog, insofern die Inspiration kommt, zukünftig auch für Artikel nutzen möchte, die kein bestimmtes Produkt oder Modelabel in den Vordergrund stellen, sondern einfach nur für Dinge, die mich beschäftigen. Gedanken, die nicht unbedingt zu Ende gedacht sind. Fragen, auf die ich auch keine one-fits-all-Lösung habe. Wer ist dabei? „Slow Sunday: This is no retail therapy“ weiterlesen